Unsere Schule in
Ohlstadt
Bereits in der zweiten Hälfte des 17.Jahrhunderts sind die 'Ohlstadter' Kinder nachweislich von dem in Partenkirchen geborenen 'Schuellmaister' Jakob Schorn unterrichtet worden. Wie sich die Schule damals vor Ort abspielte, ist nicht überliefert. Sicher ist nur, dass es kein eigenes Schulhaus gab und die Teilnahme am Unterricht freiwillig war.
Die
allgemeine Erkenntnis, dass das Wohl eines Staates von einer guten Erziehung
seiner Jugend abhängt und die Schlussfolgerungen eigener Beobachtungen, die sie
während ihrer Aufenthalte in Schwaiganger machte, veranlassten die Herzogin
Maria Anna von Bayern (1722-1790), der Gemein
de
Ohlstadt eine Schule zu stiften.
Am 16.12. 1789 wurde Thomas
Bruckmair als erster 'amtlicher' Lehrer in Ohlstadt eingesetzt. Neben vielerlei
Verdiensten für den Ort und die Menschen bezeichnet man Bruckmair mit Recht als
den Begründer des bekannten Ohlstadter Obstanbaus.
Wegen der 'ungesunden Bauart, der
Beschränktheit und der Feuchtigkeit des Raumes' wurde 1864 dann endlich ein
Erweiterungsbau von der Gemeinde in Angriff genommen. 35 Jahre später war das
Schulhaus schon wieder zu klein und zwei weitere Schulsäle wurden mit einem
Kostenaufwand von ca. 17000 RM angebaut.
Als am 1.11.1937 dann ein
Schulhausneubau mit 4 Klassenzimmern an der Schulstraße eingeweiht wurde, dachte
noch niemand daran, dass bereits 9 Jahre später durch die sprunghaft
angestiegene Bevölkerungszahl nach dem 2.Weltkrieg eine Klasse ausgelagert im
Rathaus (altes Schulhaus) unterrichtet werden musste.
Erst 1962 konnten drei weitere
Schulräume und ein Handarbeitszimmer durch Verlängerung des Hauptgebäudes nach
Norden verwirklicht werden. Ab 1988 musste dann sogar noch das Handarbeitszimmer
(43m²) als Klassenzimmer dienen, so dass 8 Schulklassen unterrichtet werden
konnten.
Seit dem Schuljahr 1992/93 ist
die Volksschule 9-teilig. Als Ausweichraum für die neu hinzugekommen 'neunte'
Klasse blieb nur noch der Turngeräteraum im Keller übrig. Die Turngeräte wurden
in den Gang verlagert, der Raum saniert und mit neuem Gestühl und Tafel
ausgestattet - das Schulhaus 'platzte'. Laut Statistik wird die Grund- und
Teilhauptschule Ohlstadt ab dem Schuljahr 1995/96 sogar 10-teilig. Nach dem im
Schuljahr 92/93 von der Schulleitung aufgestellten Raumprogramm und der
Zustimmung der Regierung schrieb die Gemeinde einen Architektenwettbewerb für
einen Erweiterungsbau der Schule und den Bau einer neuen Turnhalle aus. Im
Dezember 1993 erhält aus 20 eingegangenen Wettbewerbsmodellen und nach langen
Verhandlungen das Modell des Architekturbüros Felix und Jonas (München) den
Zuschlag (s.u.).

Im
Jahr 95 dann endlich der erste Spatenstich. Die Gemeinde entschließt sich, den
Bau in 3 bzw. 4 Phasen zu splitten - und baut zuerst nur die dringend
erforderlichen 2 Klassenzimmer (Südanbau). Während dieser Bauphase wurde eine
Klasse sogar in den Lesesaal des Rathauses ausgelagert. Im Frühjahr 1997 entscheidet man
sich dann doch für den gemeinsamen Bau von Flügelbau mit Pausenhalle im Norden
und Turnhalle.
Ende 1997 steht der Rohbau. Das Ziel, bis zum
Jahresende 98 fertig zu sein, dann im Frühjahr 1999 mit den Außenanlagen zu
beginnen und anschließend die Renovierung des Altbaus in Angriff zu nehmen,
verzögert sich.
Am 6. Dezember 1999 wird der Neubau - noch nicht
ganz fertig - inklusive Turnhalle eingeweiht.
Das Projekt 'Freiklasse' im Pausenhof wird fallengelassen. 2007 beginnt
man mit der Renovierung des Altbaus: 4 Klassenzimmerböden werden erneuert, der
Kellerflur wird fertiggestellt und in den Sommerferien 2009 soll nun im Zuge
einer Außendämmung gleichzeitig auch die Erneuerung der Fenster erfolgen.
Wir freuen uns alle in diese schöne Schule gehen zu dürfen.
Stand: Juni 2009